Der Trend zur Transparenz: Foliendrucke werden kleidsam

Great Foliendruck“ hörte ich letztens hinter den Kulissen einer Fashion Show des angesagten Berliner Design-Duos FOLien einige Mitarbeiter anerkennend flüstern – Die Models trugen bei der Show tatsächlich hauptsächlich bedruckte Folien und sonst nichts.

Der Trend zur Transparenz: Foliendrucke werden kleidsam

Foliendrucke scheinen auf den Transparenz- oder Nude-Trend zu folgen, denn ich hatte schon in einigen einschlägigen Magazinen Fotostrecken mit Blusen, Röcken und Kleidern, die mit Foliendruck veredelt waren, gesehen. Oft erinnerten diese Folien auch tatsächlich an unterschiedlichste Verpackungsfolien – nur cooler durch den speziellen Druck.

Ich erinnere mich beispielsweise an ein Top, welches aus abgerollten Evian Flaschen (PET-Verpackungen) zu bestehen schien. Dazu trug die dunkelhäutige Schönheit einen mondänen Hut aus gelb, lila gestreiften, bedruckten Folien. Und wenn Folienzuschnitte sowie der Foliendruck bereits in der Welt der Mode angekommen sind, scheint das Thema Folienverarbeitung ja doch spannender zu sein, als man allgemein vermutet.

Wer also mehr über Folien und den neuen Trend zu Kleidung mit Foliendruck wissen möchte, sollte unbedingt weiterlesen!

 

Hier kommt Foliendruck überall zum Einsatz

  • Bedruckte Folien individuell zugeschnittenDass der Foliendruck jetzt auch in der Textilindustrie – in dieser Form – eingesetzt wird, ist wirklich neu. Doch in wie vielen Bereichen des täglichen Lebens wird Folie noch gebraucht?
  • Wozu und wie wird sie verarbeitet?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir jetzt auf den Grund.

Eine Folie besteht meist aus Kunststoff. Dennoch sind nicht alle Folientypen gleich. Neben PET- und PE-Folien, gibt es noch Klebefolien, Verbundfolien, Siegelfolien (z.B. Mylar), OPP Folien und speziell bedruckte Folien für die Lebensmittel- und Medizinbranche.

Auch beim Foliendruck gibt es unterschiedliche Möglichkeiten Farbe(n), Muster und Informationen auf eine Folie zu drucken.

So gibt es zum Beispiel den Digitaldruck, den Flexodruck und den Tiefdruck im Bereich Foliendruck. Und zwischen den Druck-Verfahren gibt es teils gravierende Unterschiede. Doch bevor wir uns genauer mit den unterschiedlichen Druckverfahren beschäftigen, schauen wir noch mal, in welchen Bereichen, Verpackungen und Folien überhaupt zum Einsatz kommen.

Ein Bereich ist für uns normale Konsumenten besonders interessant: Egal ob bei Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse oder Milchprodukten – Lebensmittelfolien werden so gut wie für jedes Lebensmittel eingesetzt. Und damit der Endverbraucher beim Einkaufen auch bei einer nicht transparenten Folie weiß was drin ist, kommt der Foliendruck zum Einsatz (zum Beispiel bei Etiketten). Das gilt auch für Mahlzeiten, die wir im Flugzeug verspeisen. Dafür müssen die Spezialfolien lediglich backofentauglich sein. Um das zu gewährleisten, werden sie beim Drucken äußerst sensibel behandelt.

 

Die verschiedenen Foliendruck Verfahren

  1. Foliendruck im Digitaldruck

Foliendrucke im Digitaldruck werden vor allem für die Etikettierung von Lebensmitteln-, Kosmetik- und Medizinprodukten auf transparenter Folie verwendet. Da für den Digitaldruck keine Druckplatten benötigt werden, eignet sich das Verfahren besonders gut für geringe Auflagen, personalisierte Drucke und leicht abweichende Druckinhalte, wie Haltbarkeitsdaten. Der Vorteil dieses Verfahrens: Für individuelle Foliendrucke kann die Anlieferung der Druckdaten komplett digital erfolgen.

  1. Foliendruck im Flexodruck

Durch die Verwendung von Teerfarben (lichtechte Anilinfarben, die sehr glänzend sind) zählt der Flexodruck zu den qualitativ hochwertigsten Drucken. Heute zeichnet sich das Verfahren besonders durch seine vielseitigen Einsatzgebiete aus. Schließlich lassen sich mit dem Flexodruck die unterschiedlichsten Materialien bedrucken. Hauptsächlich wird das Flexodruckverfahren bei Verpackungen aus Kunststoff, wie PE-Folie, PET, PVC, PS, PP, PC, Klebefolien und metallisierter Folie eingesetzt.

Der Nachteil des Verfahrens: Damit die unterschiedlichen Kunststofffolien adäquat bedruckt werden können, müssen sie entsprechend vorbehandelt werden.

  1. Foliendruck im Tiefdruck

Foliendruck im Tiefdruckverfahren eignet sich für viele Folienarten, wie Klebefolie, leichte, transparente Folie oder dickere Folie. Dickere Folie wird zum Beispiel bei einem Werbebanner, Aufklebern, Plakaten oder Postern eingesetzt.

 

Folie meets Fashion

Auch Talbot Runhof hat mit diesem Verfahren bereits vor fünf Jahren einige außergewöhnliche Hologrammkleider designed. Die Anzeige für eins dieser Kleider wurde bei der Fashion Week Beijing auf ein riesiges Banner projiziert. Die Besucher waren so begeistert von dem Foliendruck Kleid, dass Cover von Platten und diverse Produkte mit einem Aufkleber versehen wurden.

Das Motiv war einfach in aller Munde. Die beiden Designer konnten sich damals vor Anfragen kaum retten und mussten bei ihren Lieferanten für Folienruck mehrfach bestellen, um alle Aufträge abwickeln zu können.

Das löste Druck auf die komplette Branche aus und die Designer setzten sich zunehmend intensiv mit dem Thema Druck auseinander oder engagierten Spezialisten.

Viele Kleidungsstücke und Accessoires wurden anschließend auch im Massenmarkt im Außenbereich mit transparenter, individuell bedruckter und tragbarer Folie produziert.

 

Die Vermarktung von Foliendrucken

Auch wenn die Produkte mittlerweile in alle Lebensbereiche Einzug gehalten haben, läuft die Vermarktung von Foliendrucken eher im Verborgenen ab. Dabei ist die Herstellung von Folien, besonders in Deutschland, ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Experte für Folien, Folienzuschnitte, Folienverarbeitung und Lebensmittelfolien

Ob für Außenwerbung, Verpackungen, Plakate und Schilder oder sogar bei Bauzäunen – individuell bedruckte Folien und Foliendrucke werden überall eingesetzt. Um sich mehr in das Bewusstsein der Verbraucher zu rücken, könnten Hersteller von Verpackung und Folien sowie spezielle Druckereien zukünftig noch stärker mit Werbetreibenden zusammenarbeiten.

Was fehlt ist ein Mittler, der Kontakt zu beiden Industrien herstellt.







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